Neue Verordnung LSG Grunewald und das Hundeauslaufgebiet

Ich habe mich nach 20 Tagen doch entschieden, diesen Blogeintrag zu veröffentlichen. Er soll keinen Streit zwischen den Hundehalter-Instititionen von Zaun brechen, doch ist er ein deutlicher Appell an jeden Einzelnen, selbst angebliche Fakten zu prüfen, bevor man laut protestiert. Das ist uns Deutschen in der Geschichte schon einmal auf die Füße gefallen. 😉

Die Bürgerbeteiligung zum Entwurf zur Verordnung zum Schutz der Landschaft des Grunewaldes mit den darin liegenden Naturschutzgebieten in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf von Berlin ist beendet.

Ich habe am 20.03.2017 fast 30 Minuten mit der zuständigen Dame von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gesprochen, um mir ein eigenes Bild von der Situation zu machen. Dabei musste ich feststellen, dass viele über die Thematik reden und schreiben, ja sogar Angst verbreiten, jedoch kaum jemand direkt mal beim Senat nachfragt.

Sind wir Hundehalter wirklich so dämlich, wenn ein Aktenordner mit Informationen und ein markiger Spruch mit Bild über ein uns sehr wichtiges Thema vor uns liegt, wir dem Spruch mit Bild glauben und mitmarschieren, ohne den Aktenordner mal zu lesen?

Die Antwort ist: Ja. Leider sind wir das.


Kernaussagen zu meinem Telefonat mit dem Senat:

  • Die Neuausweisung der Schutzzonen im Grunewald gehört nicht zu einer Verschwörung, sondern war nach 53 Jahren (letzte Änderung 1963) einfach mal dran.
  • Der Hundeauslauf um den Grunewaldsee ist gar nicht von den Änderungen betroffen.
  • Die bösen Habitat Zonen gibt es schon seit 16 Jahren und hatten auch keine Auswirkung auf das Hundeauslaufgebiet.
  • Die Hälfte der neuen Naturschutzzone “Dachsheide” war schon immer eingezäunt und daher nicht der Öffentlichkeit zugänglich. Fällt de facto nicht weg.
  • Die Ausweitung der Naturschutzzone und damit evtl. Änderungen in dem Hundeauslaufgebiet betrifft “nur” 11 Hektar, nicht 420 Hektar.
  • Von den ca. 750 eingegangenen Beiligungen, waren der Großteil von auf Basis von Fehlinformationen entstandenen aufgewühlten Hundehaltern, wo mich der Senat schon gefragt hat, wie man die Leute wieder beruhigen kann, damit die Hundehalter wieder ruhig schlafen können.


Ca. 750 Beteiligungsschreiben

gingen bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Zeitraum 20.02.-09.03.2017 ein. Die meisten von besorgten Hundehaltern. Leider liest sich aus den Beteiligungsschreiben schnell heraus, dass sich nur ein Bruchteil die Mühe gemacht hat, die Verordnungsentwürfe und Erklärungen zur Verordnung zu lesen, sondern sich auf teilweise Falschmeldungen aus der Hunde-Community beziehen. Es geht von Verschwörungstheorien, dass der Senat langfristig über Legislaturperioden hinweg die Hunde für den Tourismus verdrängen und den ganzen Grunewald hundefrei ziehen will, bis hin zu gemäßigteren realistischeren Meldungen. Auch ich habe eine falsche Fläche berechnet, die Zahl 420.000qm in die Welt gesetzt, die von vielen anderen Medien übernommen und somit für alle zum Fakt wurde. Dabei war es eine von mir Pi-Mal-Daumen-Schnell berechnet, aber alle haben es geglaubt. Zudem ist, wie ich erfahren habe, die eine Hälfte der Ausweitung des Naturschutzgebietes “Dachsweide” schon immer eingezäunt und daher noch nie für den Hundeauslauf nutzbar gewesen. Es fällt also praktisch dort gar nichts weg. Wir reden somit über 11 Hektar mehr Naturschutzgebiet und damit weniger Hundeauslauffläche und nicht von 420 Hektar. Meine Gesamtforderung, dass die Brutto-Auslauffläche im Land Berlin ausgeweitet werden muss und nicht kleiner werden darf, und somit die Forderung nach einer Kompensationsfläche bleibt jedoch bestehen. Um Geschlossenheit zu zeigen, sollte man dafür auf die Straße gehen. Deswegen fand ich die Demo am 01.04.2017 auch super mit überraschend zutreffenden Plakatsprüchen. 

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Für denjenigen, der es bis hierhin geschafft hat, besteht Hoffnung. Denn wie geht es jetzt eigentlich weiter? Die 750 Beteiligungen werden ausgewertet und auch eingige Gespräche sind angedacht, um die verunsicherten Bürger aufzuklären. Nach der Bewertung folgt die Abwägung, ob Änderungen an dem Entwurf erforderlich sind und dann tritt die Verodnung mit Veröffentlichung in Kraft. Wir können also sowiso nichts mehr tun, aber alle mal ein bisschen zu beruhigen.

Was dann danach mit dieser Verordnung gemacht wird und ob Veränderungen des Hundeauslaufgebietes entstehen, das werden wir genauestens im Auge behalten.