Hundeshauptstadt-Kolumne: Sitzen auf der Wackel-Platte

Sitzen auf der Wackel-Platte

Gerade in Berlin sind wir Hundehalter darauf angewiesen, mit unseren Hunden die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Ob mit dem Bus, der S-Bahn oder der U-Bahn, der Hund muss mit und möglichst unauffällig bleiben. Seit Anfang letzten Jahres sind zudem überall neue große Maulkorbpflicht-Schilder angeklebt, weil in den öffentlichen Verkehrsmitteln für alle Hunde Maulkorbzwang besteht. Ludwig und ich wohnen in Moabit und fahren gerne in den Grunewald. Hier unsere Reise aus unseren beiden Perspektiven."Hundeshauptstadt Berlin" Smiling Berlin Verlag 2013, Auslaufgebiete auf einem Hunde-Stadtplan, Berlin Hund, Berlin mit Hund, Berliner Schnauze, das ausführlichste Hundebuch für die Hundehauptstadt Berlin, Das Hundebuch Berlin für alle Berliner mit Hund! Das Hundebuch enthält Hunde Informationen zum Leben mit Hund in der Hundehauptstadt Berlin, Flirtfaktor Hund, Hund Berlin, Hund Geschenk, Hundeauslaufgebiete Berlin, Hundebesitzer, Hundeblick, Hundebuch, Hundefans, Hundefotos Berlin, Hundefreunde, Hundehauptstadt, Hundekot Berlin, Hundeliebhaber, Hundeperspektive, Hundeplatz Berlin, Hundeshauptstadt, Hundeskanzler, Hundethemen Berlin, Hundeweihnachtsmarkt, Hundewelt Berlin, ideal auch als Geschenk! Hundebuch Berlin, Kollege Hund, Leben mit Hund, Mit Hund durch Berlin, Portraits, Portraits von Berliner Hundebesitzern und ihren Hunden und zeigt Berlin aus Hundeperspektive. Ein unterhaltsames Hundebuch, Porträts Hundehalter, Sirius Stern, Stadtführer für die Hundehauptstadt, Stadtführer für Hunde, unterwegs in Berlin, Vier Pfoten, Wirtschaftsfaktor Hund

Lasse: Hoffentlich quängelt er nicht

Je nach Temperatur und Wochentag wird schon vorher die optimale Strecke rausgesucht. Nicht so heiß und Wochenende, dann mit der S-Bahn, etwas weiter hinzulaufen, aber kürzere Zeit in der Bahn. Oder bei Hitze und Werktags, dann die U-Bahn, zweimal Umsteigen, lange Fahrt doch etwas kühler. Da offensichtlich die Strecke zur U-Bahn genau die Zeit ist, bis der Herr sich lösen muss, habe ich jedes Mal Panik, dass er mir auf den U-Bahnsteig macht, wie schon einmal passiert. Man steigt in die Bahn und der Hund hockt auf dem Bahnsteig und kackt. Sehr peinlich. Beim letzten Mal hat er nur angesetzt und wir konnten direkt wieder hoch rennen. Doch die Angst bleibt. Dann in der U-Bahn eine ruhige Stelle finden, weit weg von Kinderwagen oder anderen Hunden. Hoffen, dass er sich hinsetzt und nicht alles am Boden fressen will und jeden anschnuppert. Platz wäre toll, doch bleibt er nie liegen. Wenn er liegt, muss man ununterbrochen aufpassen, dass niemand auf die Ohren oder den Schwanz tritt. Dann müssen noch die Motz-Verkäufer durch den Wagen gehen, die sich Gott sei Dank alle offensichtlich mit Hunden auskennen. Es gab eine Zeit, da fing Ludwig ab der ersten Station an zu jaulen. Einfach so, weil ihm langweilig war. Das setzt nun später aber dafür unverhofft ein. Mit Maulkorb, weil er ihn ja sonst nie trägt, fängt es schneller an. Deswegen mache ich ihm den nur im Bus um, weil man da am Fahrer vorbei muss. In der U-Bahn direkt unter dem Maulkorbzwang-Schild fühlt man sich manchmal doch etwas kriminell. Entspanntes Reisen geht anders.

 

Ludwig: Sitzen auf der Wackelplatte

Oh, Papa will mit mir einen Ausflug machen… eigentlich müsste ich vorher nochmal kacken… na wird schon… tüddelü… kantapper kantapper… oh, wie? Hier schon die Treppe runter? Nein, ich hab noch gar nicht gemacht und wer weiß wie lange die Reise dauert… hier direkt nach der ersten Treppe geht bestimmt noch… nicht? Wieder hoch? Dann eben die nächste Baumscheibe… ein Stress… wieder runter und warten… dann kommt diese Bahn, in der es immer so voll ist und alles so wackelt. Da muss ich immer still sitzen, obwohl es nach ganz viel Leckerem riecht und überall Krümel rumliegen. Dann zieht es an den Türen und riecht in den Spalten… und ich muss sitzen. Es wackelt und fühlt sich an, als ob es ganz steil bergab und bergauf geht. Die Menschen nennen das Bremsen und Anfahren. Papa sollte es mal versuchen, sich im Schneidersitz in der U-Bahn auf den Boden zu setzen, dann würde er merken, wie sehr es wackelt. Die Menschen taumeln ja auch nur rum und treten mich fast. Im Bus ist es noch schlimmer, da wackelt es auch noch zur Seite… gerade in Kurven…  da kann ich nicht mal mehr liegen, weil ich keinen Halt finde. Wenn ich aufsteh, meckert Papa. Und dann dieser komische Riemen um meine Schnauze. Ich hab doch gar nichts Schlimmes getan und enger als manchmal auf der Straße ist es auch nicht… Wackelei, Riemen um die Fresse und Rausgucken kann ich auch nicht… nach ein paar Stationen wird es mir zu bunt und ich fang an zu quängeln.

Die Geschichte von Ludwig und Lasse ist auch im Hundebuch Berlin “Hundeshauptstadt Berlin” für 12,95€ versandkostenfrei und aufWunsch mit Widmung vom Autor auf www.buchhandel-berlin.de

Ein Gedanke zu “Hundeshauptstadt-Kolumne: Sitzen auf der Wackel-Platte

  1. Hallo Ludwig und Lasse,
    Eure Kommentare auf FB werden von meinen Freunden, Ute, Meister Mercury und Latina (Marion Deiwick ) mit Interesse verfolgt. Ich würde
    gerne Eure Webseite auf meiner Homepage verlinken, weil nicht alle
    Hundebesitzer auf FB Zugang haben. Gleichzeitig möchte ich Euer
    Buch bestellen.
    Macht weiter so
    Mit freundlichen Grüssen
    Myriam Nussbaum

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