Hundeauslaufgebiet im Grunewald wird um 420.000 Quadratmeter verkleinert

Feedback zum Entwurf auf der Senatsseite (hier klicken) Beispieltext hier klicken

Das gerade laufende Verfahren zur Neuausweisung des Grunewaldes als Landschaftsschutzgebiet mit darin liegenden Naturschutzgebieten hat viele Ängste geschürt. Ein Artikel der Berliner Morgenpost gab versöhnliche Hinweise (hier klicken) entlarvt jedoch den Sprecher der Senatsumweltverwaltung Matthias Tang einer Unwahrheit. Im Entwurf sind zwei neue Naturschutzgebiete geplant: Durch die zwei neuen Naturschutzgebiete wird das Hundeauslaufgebiet im Grunewald um 420.000 Quadratmeter beschnitten.

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Auf Anfrage der Berliner Morgenpost bei der Senatsumweltverwaltung betonte Sprecher Matthias Tang, dass für den Grunewald Änderungen geplant seien, für Hundebesitzer ändere die Verordnung aber “zunächst nichts”. Aber im Naturschutzgebiet sind Hunde nicht erlaubt, bzw. an der kurzen Leine zu führen.

Wir haben uns die Unterlagen, die noch bis zum 09.03.2017 ausliegen oder unter dem Link (hier klicken) einsehbar sind, angesehen und konnten die neuen Naturschutzgebiete identifizieren. Es geht um das Gebiet zwischen Onkel-Toms-Graben und kleinem Luch (ca. 300 x 600m) und rechts vom Fenngraben ein weiteres Teilstück (ca. 400 x 600m). Das sind klingt wenig, aber es sind 420.000 Quadratmeter. Diese Fläche entspricht 420mal unserem Hundegarten Moabit. Also entgegen der Aussagen im Zuge des neuen Hundegsetzes, dass mehr Hundeauslaufflächen geschaffen werden, wird wiederum eine Fläche von 420 Hundegärten gekürzt!!!

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Zur neuen geplanten Verordnung mit strengere Gesetzesgrundlagen. Es wurden Formulierungen konkretisiert, die seit 1963 nicht angepasst wurden. Eine Passage für Verbote im Naturschutzgebiet, die meist eingezäunt sind, zumindest im Grunewaldsee-Bereich, lautet:

Es ist verboten, Hunde
a) außerhalb der dafür gekennzeichneten Bereiche (Hundeauslaufgebiet) auf andere Weise als an kurzer Leine oder

b) in für Hunde von der zuständigen Behörde gesperrten Bereichen
mitzuführen, Tiere auszusetzen oder Katzen oder andere Haustiere frei
umherlaufen zu lassen,

In der Begründung, warum das o.g. so ist, heißt es dann:

Das freie Umherlaufen von Hunden, Katzen oder anderen Haustieren verstärkt die ohnehin durch andere Freizeitaktivitäten verursachten Beunruhigungen wild lebender Tiere, die im Grunewald nur noch über wenige Rückzugsgebiete verfügen und häufig Stresssituationen ausgesetzt sind. Freilaufende Katzen insbesondere aus den angrenzenden Siedlungsbereichen und von den baulich genutzten Grundstücken im Landschaftsschutzgebiet stellen eine erhebliche Gefahr für Vögel, Blindschleichen und Eidechsen dar und können zum Erlöschen der Population führen. Darüber hinaus können frei umher laufende und badende Hunde zu Belästigungen und Gefährdungen von anderen Erholungsuchenden führen.

Diesen Entwurf sollte man kommentieren und Feedback auf der Seite (hier klicken) hinterlassen, dass es eine Ausgleichsfläche im Hundeauslaufgebiet geben muss für die 420.000 gekürzten Quadratmeter.

Alle Vergleiche im Video:

Die Politik sollte sich dessen bewusst sein, dass wir Hundehalter ihnen genau auf die Finger schauen und jeder 10. Berliner in einem Haushalt mit Hunden lebt. Wenn es zu einer weiteren Einschränkung kommen wird, dann werden wir Hundehalter uns organisieren und reagieren. Es wird zu Aktionen kommen, die sich die Politiker in ihren schlimmsten Alpträumen nicht ausmalen könnten. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich durch alle Bevölkerungsschichten durchzieht und entsprechend in allen Gesellschaftskreisen Freunde und Unterstützer hat.